Demontage des Messingkessels 6-10

Demontage des Messingkessels – Schritt 6 bis 10

der Kesselblock

© Max Behrendt

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Wiederum den Thermostat mit den Fingern herausschrauben. Dann geht es zunächst am anderen Ende des Kessels weiter

der Kesselblock

© Max Behrendt

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Wenn man den Kessel umgedreht hat, liegt das Oberteil der eigentlichen Brühkammer vor einem. Hier muss zunächst der dicke schwarze Dichtungsring herausgehebel werden. Dazu schiebt man einen Schraubenzieher mit möglichst schlanker Klinge behutsam zwischen Chromfassung und Gummi und beginnt sanft zu hebeln. Wenn man kein Ersatzdichtungsring hat, sollte man doppelt vorsichtig zu Werk gehen – man fetzt schnell ein Stück vom Gummi ab, wenn man abrutscht. Eventuell mit dem zweiten Schraubenzieher stückweise nachfassen.

der Kesselblock

© Max Behrendt

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So schaut's aus, wenn der Dichtungsring entfernt ist. Man sollte die Gelegenheit nutzen, den Sitz des Dichtungsring gründlich sauber zu kratzen, denn alle Unebenheiten (Kaffeerückstände), die hier bleiben, führen zu Hohlräumen, die sich mit Flüssigkeit füllen und später bei Erhitzung den Dichtungsring aus dem Sitz pressen können. Wenn es dazu kommt, dann fliegt einem gern schon mal explosionartig die Dichtung an einer Stelle raus und schwarzer Kaffeedreck spritzt in die ganze Gegend. Man sieht hier jedenfalls schon mittig in der sogenannten „Dusche“ die Imbusschraube, die als nächstes zu lösen ist.

der Kesselblock

© Max Behrendt

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Hier kommt also der 3mm-Imbus-Schlüssel erstmals zum Einsatz. Die „Dusche“ ist ein Edelstahlsieb mit sehr feinen Löchern, durch die das kochende Wasser aus dem Kessel beim Espresso-Bezug direkt auf das Kaffeemehl gelangt.

der Kesselblock

© Max Behrendt

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Dieses Edelstahlsieb lässt sich aus dem darunter liegenden Messingsitz lösen, es wird nur durch die kleine mittige Schraube gehalten. Im Bedarfsfall hilft man hebelnd mit dem Schraubenzieher nach. Ich habe allerdings fast 20 Jahre gebraucht, um dies zu bemerken. Messingscheibe und Edelstahlsieb waren in meiner Maschine über die Jahre so fest mit einander verklebt, dass ich immer annahm, die seien ab Werk fest miteinander verbunden. Um so größer die Überraschung, als sie auseinander gingen und ich uralte Kaffeeversteinerungen entdeckte...

Bild 11 bis 15

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