Texte und Vorträge

Vortragsmanuskripte, Veröffentlichungen und andere Texte

Sie finden hier Texte aus drei Jahrzehnten. Viele der hier versammelten Schriften sind in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, also in meiner Zeit am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hannover, entstanden. Die anderen Texte stammen hingegen aus den letzten fünfzehn Jahren und gehen zum Teil auf meine berufliche Arbeit bei der Landeshauptstadt Hannover zurück, zum Teil aber auch auf meine private Forschung zur einem sehr speziellen Aspekte der Lokalgeschichte Hannovers.

Copyright-Hinweis:

Ich behalte mir sämtliche Rechte für alle Texte vor, die hier zugänglich gemacht werden. Insbesondere widerspreche ich grundsätzlich der Präsentation meiner Texte auf anderen Internetseiten.

Titelblatt der Geschichtsblätter Nr. 73

© Wehrhahn Verlag

„Ernst August Mustapha – ein Mann in der zweiten Reihe“ (2019)
Dieser Aufsatz diskutiert zeitgenössische bildliche Darstellungen der ehemaligen osmanischen Kriegsgefangenen Ernst August Mustapha (†1738) und Ludwig Maximilian Mehmet von Königtreu (†1726) und präsentiert insbesondere ein in der Forschung bislang unbekanntes Portrait Mustaphas. Die Gemälde und Kupferstiche werden im Kontext des höfischen Lebens in Hannover und London als Ausdruck eines erfolgreichen Strebens nach bewußter Gestaltung der eigenen Identität gedeutet. Der Text erscheint hier mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

veröffentlicht in:
Hannoversche Geschichtsblätter (N.F.) Hannover 2019 (Bd.73) S.25-45

Titelblatt Handreichung Begriff

© Kommunaler
Qualitätszirkel zur
Integrationspolitik

„Rassismus / Antisemitismus / Rechtsextremismus. Warum uns Begriffe wie Ausländerfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit oder Islamophobie nicht weiterbringen“ (2017)
Ein Versuch, Rassismus gut verständlich zu erklären, ohne dabei auf die wissenschaftlich erforderliche und angemessene Differenzierungstiefe zu verzichten. Dieser Text entstand als Teil meiner Mitarbeit im „Kommunalen Qualitätszirkel zur Integrationspolitik“, einer Arbeitsgemeinschaft, in der sich Integrationsfachleuten aus über 30 Kommunalverwaltungen zusammengeschlossen haben. Die Weiterverbreitung dieses Textes ist ausdrücklich erwünscht und erlaubt.

veröffentlicht in:
Kommunaler Qualitätszirkel zur Integrationspolitik (Hg.)
Begriffe der Einwanderungs­ und Integrationspolitik. Reflexionen für die kommunale Praxis
Stuttgart 2017 S.34-40
(Online-Veröffentlichung)

Titelseite Über das Leben hinaus

© Historisches Museum
Hannover

„Hammet – Ein osmanischer Kriegsgefangener in Hannover (†1691)“ (2010)
Das Historische Museum Hannover widmete 2010 den hannoverschen Friedhöfen eine große Sonderausstellung mit dem Titel „Über das Leben hinaus“. Für dieses Ausstellung wurde auf Grundlage meiner Forschungsergebnisse eine originalgetreue Rekonstruktion der ursprünglichen Anlage eines osmanischen Grabes aus dem Jahr 1691 (Grab des Hammet) im Maßstab 1:5 erstellt und erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser Beitrag für den Aussstellungskatalog erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Museums.

veröffentlicht in:
Historisches Museum Hannover (Hg.)
Über das Leben hinaus. Ein Spaziergang über Hannovers Friedhöfe Hannover 2010 S.119-121

Titelblatt der Geschichtsblätter Nr. 60

© Hahnsche Buch-
handlung

„Die osmanischen Gräber auf dem ehemaligen Neustädter Friedhof“ (2006)
Der Aufsatz fasst zunächst den Forschungsstand zu den beiden osmanischen Grabstätten aus dem Jahr 1691 in Hannover zusammen. Darüber hinaus präsentiert er insbesondere eine zuvor unbekannte Fotografie des verlorenen Grabsteins des Hammet-Grabs und bietet eine mögliche Übersetzung der bis dato nicht entzifferten Osmanlıca-Inschrift. Der Text erscheint hier mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

veröffentlicht in:
Hannoversche Geschichtsblätter (N.F.) Hannover 2006 (Bd.60) S.181-187

Titelblatt des Buch Erziehung nach Auschwitz

© Juventa Verlag

„Einwanderung und intergenerationelle Traditionsbildung“ (2000)
Ursprünglich entstanden als Vortrag auf der Tagung „Gedenken, Interkulturalität und Jugendkultur in der deutschen Einwanderungsgesellschaft“ an der Evangelischen Akademie Arnoldshain 20. bis 22. März 1998. Als das Buch zur Tagung erschien, arbeitete ich bereits über ein Jahr bei der Stadtverwaltung Hannover. Aber meinen Namen zusammen mit Micha Brumlik, Franz Hamburger und Birgit Rommelspacher in einem Inhaltsverzeichnis zu lesen, war gleichwohl ein gutes Gefühl.

veröffentlicht in:
Fechler, Bernd; Kößler, Gottfried; Lieberz-Groß, Till (Hg.)
»Erziehung nach Auschwitz« in der multikulturellen Gesellschaft. Pädagogische und soziologische Annäherungen
Weinheim u.a. 2000 S.59-66

Titelblatt der IZA 1998 Nr.3-4

© ISS e.V.

„Die Rolle türkischer Vereine in der multikulturellen Gesellschaft. Ein Forschungsbericht aus Hannover“ (1998)
Dieser und die drei nachfolgenden Texte sind im Rahmen des empirischen Forschungsprojektes „Gemeindestrukturbildung und ethnisches/religiöses Protestpotential bei türkischstämmigen MigrantInnen in Niedersachsen“ entstanden, das ich 1995 bis 1996 am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hannover durchführte. Dieser Aufsatz in der IZA ist praktisch so etwas wie der Abschlussbericht.

veröffentlicht in:
iza. Zeitschrift für Migration und Soziale Arbeit
Frankfurt a.M. 1998 (Bd. 3-4) S.44-47

Plakat des 29. Deutschen Soziologiekongress

© DGS e.V.

„Scheitert die multikulturelle Gesellschaft am Islam?“ (1998)
Anhand meines empirischen Materials aus dem „Gemeindestrukturbildung“-Forschungsprojekt versuche ich mich hier an einer Widerlegung der seinerzeit populären Thesen von Wilhelm Heitmeyer. Dieser Vortrag auf dem Soziologie-Kongress 1998 war für mich der Höhepunkt meiner Laufbahn als Soziologe. Allerdings war er leider auch, wie sich dann im Jahr danach zeigen sollte, der Endpunkt.

Vortrag gehalten am 16. September 1998
29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Grenzenlose Gesellschaften?“
an der Universität Freiburg (Breisgau)

Logo der Universität Mersin

© Mersin Üniversitesi

„Die türkischen Vereine von Hannover – Brücke oder Sackgasse?“ (1997)
Die Tagung in Mersin, auf der ich einen schon sehr weit fortgeschrittenen Stand des Auswertung des Projekts vortrug, war ein wagemutiges Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Politische Wissenschaft der Universtität Hannover und seines Pendants an der damals noch sehr jungen Universität Mersin, vorbereitet durch einen eigens hierfür in Hannover gegründeten Verein. Allerdings prallten dann in Mersin Welten aufeinander, Kontakt führt eben nicht immer zu mehr Verständnis. Mit meinen Vortrag versuchte ich erstmals anhand meines empirischen Materials Stellung zu beziehen gegen die Schwarz-Weiß-Malerei in der kurz zuvor von Wilhelm Heitmeyer angefeuerten Fundamentalismus-Debatte.

Vortrag gehalten am 1. November 1997
Multikulturalismus, Arbeitsmigration und Globalisierung
Tagung an der Universität Mersin (Türkei), 28. Oktober bis 2. November 1997

Cover des Buches Brücken zwischen Zivilisationen

© IKO Verlag

„Die türkischen communities von Hannover“ (1997)
Dieser Aufsatz ist entstanden auf Grundlage eines Vortrags, den ich im Juli 1996 auf der Tagung „Brücken zwischen Zivilisationen“ in Hannover mit dem Titel „Gemeindestrukturbildung bei türkischstämmigen MigrantInnen in Hannover“ gehalten habe. Für die Veröffentlichung habe ich das Manuskript stark überarbeitet und ergänzt.

veröffentlicht in:
Waldhoff, Hans-Peter; Tan, Dursun; Kürşat-Ahlers, Elçin (Hg.)
Brücken zwischen Zivilisationen. Zur Zivilsierung ethnisch-kultureller Differenzen und Machtungleichheiten. Das türkisch-deutsche Beispiel
Frankfurt/M. 1997 S.213-234 (ZwischenWelten Bd.1)

Cover des Buches Zur Geschichte der Arbeitsmigration

© Internationales
Kulturwerk

„Islam und Fundamentalismus – Reizthemen auch für ‚Ausländerfreunde‘?“ (1995)
Zusammen mit Serdar Sarıs verfasste polemische Anmerkungen zur damals schon grassierenden Fundamentalismus-Hysterie. Der Sammelband, in dem diese Polemik erschien, dokumentierte eine Tagung der Initiative für ein Internationales Kulturzentrum e.V. im Oktober 1994 in Hannover. Für uns Herausgeber war das Ganze eine Auftragsarbeit, wir hatten zuvor auch schon die Tagung zusammen moderiert. Den Anstoß zu diesen Anmerkungen gab die konfrontative Art und Weise wie in den Diskussionen im Anschluss an die Referate das Thema Islam verhandelt wurden.

veröffentlicht in:
Behrendt, Günter Max; Sarıs, Serdar (Hg.)
Zur Geschichte der Arbeitsmigration
Hildesheim 1995 S.185-192

Cover des Buches Kurdologie

© AStA FU Berlin

„Der kurdische Nationalismus in der Türkei“ (1994)
Aufsatz, der versucht, einige Entwicklungsschritte bei der Formierung einer kurdischen Nation historisch-vergleichend zu skizzieren.

veröffentlicht in:
Kurdistan-AG AStA-FU Berlin (Hg.)
Kurdologie. Studien zur Sprache, Geschichte, Gesellschaft und Politik Kurdistans und der Kurdinnen und Kurden
Berlin 1994 S.83-99

Cover des Buches Nationalismus in Kurdistan

© Dt. Orient-Institut

Nationalismus in Kurdistan (1993)
Grundlage dieser Monographie ist die Dissertation, mit der ich 1992 an der Universität Hannover promoviert habe. Die hier veröffentlichte Online-Version ist rechtlich gesprochen keine Reproduktion der ersten Auflage in der Schriftenreihe des Deutschen Orient-Instituts, sondern eine von mir im Selbstverlag herausgegebene zweite Auflage des Buches. Bislang zugänglich sind 99 der über 400 Seiten, diese umfasst: Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Kapitel 1 bis Kapitel 3 und das Literaturverzeichnis bis zum Buchstaben F. Die Umarbeitung der alten WordPerfect-Dateien zu einer wirklich Web-tauglichen HMTL-Fassung ist aufwändig und viel Handarbeit, deshalb wird es noch länger dauern, bis die zweite Auflage vollständig ist.

Die Erstveröffentlichung des Buches erschien 1993 in der Schriftenreihe:
„Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Vorderen Orients“
des Deutschen Orient-Instituts, Hamburg.

Diese Auflage (ISBN 3-89173-029-2) ist schon seit Jahrzehnten vergriffen und nur noch in Bibliothek zu finden. Das Verlagsrecht liegt heute wieder bei mir.