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„Gemeindestrukturbildung bei türkischstämmigen MigrantInnen in Hannover“

von Günter Max Behrendt


Vortrag, gehalten auf der Tagung „Brücken zwischen den Zivilisationen“
Hannover, 4.-5. Juli 1996

In überarbeiteter und ergänzter Form auch erschienen als „Die türkischen communities von Hannover“ in: Waldhoff, Hans-Peter; Tan, Dursun; Kürsat, Elçin; (Hg.) Brücken zwischen den Zivilisationen Frankfurt/M. 1997 S.213-234


Dieser Vortrag wird sich in drei Abschnitte untergliedern. Als erstes werde ich Zielsetzung und Methoden des Forschungsprojekts kurz umreißen, auf welches sich die nachfolgenden Ausführungen gründen werden. Der zweite Teil wird einige Aspekte zur Organisationsgeschichte der türkischstämmigen Migranten in Hannover bieten. Den dritten und letzten Teil meines Vortrag werden schließlich einige allgemeine Überlegungen anhand zweier Einzelfallanalysen bilden.

Ich beginne also mit einer Skizze zu unserem Forschungsprojekt. Dieses Projekt findet am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hannover unter Leitung von Prof. Dr. Ingolf Ahlers statt, finanziert wird es vom Land Niedersachsen. Zwei Drittel der Laufzeit von 17 Monaten sind verstrichen. Der Titel lautet in seiner vollen, barocken Länge „Gemeindestrukturbildung und ethnisches/religiöses Protestpotential bei türkischstämmigen MigrantInnen in Niedersachsen“.

Das ursprüngliche Konzept war – wie man am Titel deutlich hört – angeregt von Fijalkowskis programmatischer Schrift „Forschungsbedarf auf der Meso-Ebene“, in der er forderte, den Blick in der Migrationsforschung auf die Bildung von Migranten-communities zu richten und diese als intermediäre Akteure wahrzunehmen. In der Zielsetzung richtete sich das Ganze bei uns auf den Zusammenhang zwischen der Herausbildung sogenannter „ethnischer Kolonien“ und einer möglichen Artikulierung ethnischen oder religiösen Protests, was am Beispiel der türkischstämmigen MigrantInnen in Niedersachsen untersucht werden sollte. Tatsächlich war ursprünglich einmal geplant gewesen, zwei Städte in Niedersachsen miteinander zu vergleichen und zwar eine Kleinstadt der Größenordnung von Celle oder Hameln mit der Großstadt Hannover, wo mit 23.000 türkischstämmigen Einwohnern mehr als ein Fünftel aller türkischen Staatsbürger in Niedersachsen beheimatet sind. Aufgrund von Mittelkürzungen reicht es nun aber faktisch nur für eine Untersuchung in Hannover selbst.

Während so die niedersächsische Vergleichsdimension gleich zu Anfang dem Rotstift zum Opfer fiel, ging die Kategorie des „Protestpotentials“ als Referenzpunkt der Analyse bald danach aus internen Überlegungen über Bord. Vor allem deshalb, weil die Konzentration auf Protestpotentiale den Forschungsblick immer wieder auf die unausgesprochen dahinterstehende Forderung nach „Integration“ verengt. Darauf werde ich gegen Ende des Vortrags zurückkommen.
Folgende Fragen blieben also als Leitfragen für das Projekt übrig:

Dabei kommt es nicht nur auf die Ich- und Wir-Konstruktionen in bezug auf eine wie auch immer geartete türkische community an, sondern auch auf die Relevanz, die deren Zersplittertheit für diese Konstruktionen hat. Es gibt einerseits in dieser Gesellschaft einen unleugnenbaren Zwang hin zu bipolaren Selbstkonstruktionen („ich bin Türke – du bist Deutscher“), Fakt ist andererseits aber eine Zersplitterung der jeweils als homogen konstruierten Pole. Praktisch heißt das, daß ein türkischstämmiger Migrant sich sowohl unter einem Druck seitens der ablehnenden Mehrheitsgesellschaft als auch seitens anderer Mit-Migranten befindet, sich als „Türke“ zu bekennen. Gleichzeitig aber kann er allein in Hannover unter fast 50 verschiedenen offiziell, etablierten Vergemeinschaftungsangeboten mit explizitem Bezug zum Türke-Sein wählen. Die eine, einheitliche durch nationale Selbstidentifikation unterfütterte türkische Migranten-community ist eine Fiktion – allerdings offenbar eine mit einem hohen Wünschbarkeitswert. Das heißt, es wurde uns von unseren Gesprächspartnern recht häufig vermittelt, daß es früher einmal eine solche Homogenität gegeben habe – ein versunkenes „goldenes Zeitalter“ also – oder sie wünschten sich eine solche Einheitlichkeit für die Zukunft herbei. Davon wird gleich noch zu reden sein.

Dies mußt hier als grobe Skizze des allgemeinen Hintergrunds des Projekts genügen, denn ich möchte noch auf die konkreten Methoden unserer empirischen Arbeit eingehen. Diese gliederte sich entsprechenden den zwei Leitfragen in zwei verschiedene Phasen mit je unterschiedlicher Methodik. Während der ersten Phase versuchten wir uns durch Expertenbefragungen und Recherchen bei verschiedenen städtischen Behörden sowie dem Arbeitsamt ein Bild zu machen von der historischen Entwicklung der Selbstorganisation der MigrantInnen aus der Türkei in Hannover. Vor allem die Akten des hiesigen Vereinsregisters erwiesen sich dabei als Fundgrube, wir sind aber auch bei über zwanzig Vereinen persönlich gewesen und haben lange Gespräche mit den Vorständen geführt. In methodischer Hinsicht mußten wir allerdings bei diesen Gesprächen immer wieder feststellen, daß die von uns erstrebte systematische Trennung zwischen personenorientiertem Interview und sachorientiertem Expertengespräch kaum aufrechtzuerhalten war. Etliche dieser Expertengespräche würden durchaus eine – über die übliche inhaltsanalytische Auswertung hinausgehende – hermeneutische Analyse verdienen. Dieses zeitaufwendige Verfahren haben wir allerdings für die zweite Erhebungsphase reserviert, in welcher mit dem Instrumentarium des problemzentrierten Interviews eine sehr begrenzte Zahl von Personen nach der Bedeutung der community für ihre Lebensbewältigung befragt werden soll.

Es ergibt sich aus dem schon Gesagten – Einsatz einer schwach strukturierten Interviewform zur Datengewinnung sowie diskursiv-hermeneutischer Auswertungstechniken –, daß wir uns in den Kontext der qualitativen empirischen Sozialforschung stellen. Damit ist gleichzeitig auch gesagt, daß wir – was die Absicherung der Verallgemeinerbarkeit unserer Ergebnisse angeht – das Modell der ausschließlich statistisch definierten Repräsentativität aufgegeben zugunsten des Modells des theoretic sampling nach Glaser und Strauss. Unser Forschungsprozeß orientiert sich also nicht an einem linearen Ablaufmodell (Hypothesenbildung Fragebogenkonstruktion Befragung Auswertung), sondern ist zirkulär organisiert. Das heißt, an jeden Schritt der Datenerhebung – in diesem Fall also nach jedem Interview – schließt sich unmittelbar eine hermeneutische Satz-für-Satz-Analyse und neue Hypothesenbildung an, welche die Auswahl der nächsten GesprächspartnerInnen im Sinne einer maximalen bzw. minimalen Fallkontrastierung wesentlich mitbestimmt.

Aufgrund dieser methodischen Grundlage gehen wir davon aus, auch bei einer Fallzahl von wahrscheinlich nicht mehr als 10 InterviewpartnerInnen gültig und verallgemeinerbare Aussagen über den Gegenstandsbereich machen zu können – und zwar in dem Sinne eines Herausarbeitens von Strukturen und Handlungsmustern. Bislang sind allerdings erst zwei Interviews hinreichend bearbeitet worden, so daß ich hier nur vorläufige Interpretationen anbieten kann, die weiterer Vertiefung am Material bedürfen. Dies betrifft vor allem den dritten und letzten Teil meines Vortrages.


Zweiter Abschnitt

Kommen wir nun zum zweiten Teil, in dem es um einzelne Aspekte der türkischen Organisationsgeschichte in Hannover gehen soll. Obwohl ich unser Projekt soeben im Kontext der qualitativen Sozialforschung verortet habe, möchte ich zunächst ein wenig quantitatives Datenmaterial ausbreiten. Die Stadt Hannover hat 530.000 Einwohner, davon sind 23.108 amtlich als „Ausländer mit türkischer Staatbürgerschaft“ registriert. 36 Prozent davon wiederum sind Jugendliche, aber nur knappe 4 Prozent sind im Rentenalter, sprich über 60. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist mit 53 zu 47 Prozent zwar nicht ganz ausgewogen, aber auch nicht sehr asymetrisch. Von diesen demographischen Gesichtspunkten her ist also an Hannover nichts Ausgewöhnliches. Die türkische Population in Hannover – und „türkisch“ verwende ich hier immer als Kürzel für „mit türkischer Staatsangehörigkeit“ – ist von 1980 bis 1990 fast konstant bei 20.000 Personen geblieben, sie ist dann bis 1992 auf 23.000 gestiegen und stagniert seither auf diesem Niveau. Langfristig ist durch den starken Trend zur Einbürgerung wieder mit einem Rückgang zu rechnen, weil Eingebürgerte natürlich von den kommunalen Behörden nicht mehr als Ausländer erfaßt werden. Leider gibt es exakte Einbürgerungszahlen nach Herkunftsnationalitäten differenziert nicht für die Stadt, sondern nur für den Regierungsbezirk, der ungefähr viermal so groß ist wie Hannover: während der gesamten 80er Jahre schwankte die Einbürgerungquote hier zwischen 10 und 30 Personen pro Jahr. Die Zahl stieg erst seit 1991, 1994 waren es fast 800 Personen, die von der türkischen Staatsangehörigkeit zur deutschen wechselten. Ich schätze daher, daß die entsprechende Zahl für die Stadt Hannover bei gut 300 liegt. Alles deuten darauf hin, daß diese Zahl weiter steigen wird.

Was das Thema „Ghettobildung“ angeht, so gibt nichts in Hannover, was dieser Bezeichnung entsprechen würde. Selbst wenn man auf die sehr kleinteilige Gliederung der statistischen Bezirke der Stadt heruntergeht, findet man nur drei Bezirke, in denen der Anteil der Einwohner mit türkischer Staatsbürgerschaft mehr als 10 Prozent ausmacht. Spitzenreiter ist Vahrenheide Ost mit 16 Prozent. Aber auch dort gibt es nirgends einen Block oder Straßenzug, der ausschließlich oder auch nur mehrheitlich „türkisch“ geprägt wäre. Selbst im Bezirk Linden-Nord, in welchem die Zahl der türkischstämmigen Einwohner mit rund 2.800 absolut am höchsten ist, gibt es nichts, was den Begriff „Ghetto“ im Sinne von „Chinatown“ oder „Little Italy“ rechtfertigen würde.

Wenn es überhaupt einen Ort in Hannover gibt, der im öffentlichen Bewußtsein klar „türkisch“ ist, dann ist es der „Steintor“ genannte Platz im Stadtzentrum mit der einmündenden Goethestraße. Doch was hier das „türkische“ Gepräge ausmacht, ist die Vielzahl von Geschäften, die sich auf Lebensmittel und Waren aus der Türkei spezialisiert haben. In der Bezirksstatistik hingegen rangiert das Steintor, was die Präsenz von türkischstämmigen Bewohnern angeht, nur im Mittelfeld.

Wenn man also in Hannover nach den Formen von Gemeindestrukturbildung unter den Türkischstämmigen Ausschau halten will, dann hat man es nicht oder sehr wenig mit Folgen räumlicher Kopräsenz oder Verdichtung zu tun. Vielmehr geht es um Formen freiwilliger sozialer Kooperation und Verpflichtung gerade trotz zerstreuter Siedlung. Deshalb bilden Vereinslokale, Moscheen, Kaffeehäuser und andere Treffs ein bevorzugtes Objekt unseres Interesses.

Kommen wir noch einmal zur Statistik: Derzeit gibt es knapp 50 wirklich aktive türkische Vereine in Hannover. Davon sind 8 Sportvereine – wobei Sport in diesem Falle regelmäßig und ausschließlich Fußball heißt, also eine reine Männerveranstaltung ist. Die restlichen verteilen sich so: acht sind eindeutig religiöse Vereine (wobei es nur sieben Moscheen gibt), zwei sind noch Arbeitervereine des alten Stils, die vermutlich zusammen mit der Generation ihrer Gründer aussterben werden. Weitere vier kann man als Vereine mit explizit politischer Stoßrichtung rechnen. Die größte Gruppe, nämlich 17 an der Zahl, bilden die Kultur-, Wohlfahrts- oder Kaffeehausvereine. Die letzten Gruppe, die ich als Berufs- oder Funktionsgruppenvereine rubrizieren möchte, umfaßt 7 Vereine. Diese sind insofern interessant, als hier 6 von 7 erst in den 90er Jahren gegründet wurden.

Überhaupt scheint das Neugründen von e.V.s ungebrochen beliebt zu sein, in den 90er Jahren kamen im Schnitt vier neue Vereine mit explizitem Bezug zum „Türkisch-Sein“ pro Jahr zum Eintrag. Dabei hat eine Aufsplitterung in regionalistisch oder ethnisch bestimmte Denominationen – wie wir sie anfänglich vermutet hatten – nicht stattgefunden. Gegenwärtig bemüht sich z.B. ein Verein um die Restrierung als „e.V.“, der sich „Karadenizliler Birligi“ nennt, was man frei als „Union der Menschen von der Schwarzmeerküste“ übersetzen könnte. 1993 wurde auch ein „Bund der West-Trazien Türken in Hannover“ eingetragen. Außerdem gibt es auch einen Fußballclub namens Yïldïrïmspor, dessen Mitglieder sich aus dem Kreis zweier engverwandter, sehr extensiver Familienclans, eben den Yïldïrïms und den Ertürks, rekrutieren.

Doch zeigte sich bei genauerem Hinsehen, daß hieraus kein Trend abzuleiten ist. Als letztlich treibendes Motiv hinter diesen Gruppierungen erwies sich jeweils etwas anderes als Regionalismus, campanilismo oder Ethnizität: Wenn man etwa weiß, daß der Familienclan der Yïldïrïms und Ertürks zur alevitischen Religionsgruppe gehört, dann erscheint diese Vereinsbildung doch eher im Kontext eines allgemeinerer Trends zu stehen, nämlich daß die Aleviten sich in Europa generell und sehr erfolgreich separat organisieren. Der Schwarzmeerküsten-Verein hingegen erwies sich bei einer Begehung als einer der nicht wenigen Vereine, deren Aktivität sich im Betreiben einer Teestube erschöpft. Trotz seiner regionalistisch-partikularistisch anmutende Namensgebung scheint es sich hier vor allem um eine Art Konkursverwaltung eines der drei großen türkischen Arbeitervereine aus den 70er Jahren zu handeln.

Wenn es also überhaupt – neben der Etablierung einer separaten Vereinsstruktur der Aleviten – eine qualitativ neue Entwicklung gibt, dann sind es die Gründungen berufs- oder funktionsgruppenspezifischer Vereine: Rentner, Ärzte, Arbeitgeber, Studenten, Ingenieure und Eltern schließen sich auf der Grundlage zusammen, türkischstämmige Rentner, Ärzte, Ingenieure und so weiter zu sein, und sie versuchen, als pressure groups auf eine Verbesserung ihrer korporativen Lage hinzuwirken. Die Arbeitervereine der 60er und 70er Jahre hingegen sind auch in Hannover nach langem Siechtum endgültig verschwunden. Damit bin ich bei der Betrachtung historischer Entwicklungslinien angelangt.

Eine der größeren Überraschungen bei unseren Recherchen war, daß die Anfänge der türkischen community in Hannover lange vor den Abschluß des Anwerbevertrages im Oktober 1961 zurückreichen. Und zwar waren diese Anfänge studentisch: Türkische Studenten an der damaligen TU Hannover sind schon in den 30er und 40er Jahren nachzuweisen, allerdings brachte hier das Ende des Zweiten Weltkriegs einen abrupten Bruch.

Der erste türkische Student in Hannover im Jahr 1950 bedeutete also einen völligen Neubeginn. Von da ab stieg die Zahl stetig: im nächsten Jahr waren es fünf, noch zwei Jahre später schon zehn türkische Studenten. Rechnet man türkische HochschulabsolventInnen auf Suche nach Praktikumsplätzen hinzu, dann machten die Bildungsmigranten damals die fast Hälfte aller türkischen Staatsangehörigen in Hannover aus. Eine von ihnen ist z.B. Frau E., die 1960 als 23jährige Germanistikabsolventin eigentlich nur für Praktikum nach Hannover kam und sich dann als Journalistin und Dolmetscherin dauerhaft hier etabliert.

Zu diesem Zeitpunkt – also 1960 – war das Verhältnis zwischen Bildungsmigranten und anderen immer noch Hälfte/Hälfte: von gut 160 türkischen Staatangehörigen in Hannover waren knapp 80 TU-Studenten. Einige von diesen taten sich zusammen und ließen sich als „Türkischer Studentenverein“ von der TU amtlich registrieren. Dieser Zusammenschluß bildete somit die erste türkische Selbstorganisation in Hannover überhaupt.

Für unseren Zusammenhang ist es nun interessant, daß Frau E., im Gespräch auf die Größe der türkischen community in dieser frühen Zeit angesprochen, ohne zu zögern eine exakte Zahl nannte: es seien 1960 genau 34 Türken in Hannover gewesen, die sich alle wie eine große Familie um einander gekümmert hätten. Treffpunkt seien damals die Räume der Carl-Duisberg-Gesellschaft gewesen. Offenkundig hatte Frau E. weder Berührung mit dem Türkischen Studentenverein, der sich in Räumen der Universität traf, noch scheint sie nicht-akademische Kreise groß zu Kenntnis genommen zu haben. Dabei veränderte sich gerade damals die Balance zwischen Akademikern und Nicht- Akademikern in sehr kurzer Zeit: 1963 z.B. waren von knapp 600 türkischen Staatsbürgern in Hannover nur noch etwa 90 Studenten, dem gegenüber gab es schon 400 Kontraktarbeiter.

Trotzdem scheint die akademische Gruppe wohl noch längere Zeit tonangebend geblieben zu sein. Denn als im September 1963 ein „Verein türkischer Arbeitnehmer“ gegründet wurde, ging die Initiative hierfür vom Studentenverein an der TU aus. Nicht zufällig wurde ein Aktivist des Studentenvereins kurz nach der Gründung zum ersten Vorsitzenden des Arbeiternehmervereins gewählt. Der Studentenverein kümmerte sich darum, daß die AWO den neuen Verein von Anfang an unter ihre Fittiche nahm und u.a. Räume als Vereinslokal zur Verfügung stellte. Im Vorstand des Arbeiternehmervereins wechselten sich die Sozialbetreuer der AWO mit Studenten und Ingenieuren ab.

Der Arbeiternehmerverein war damit während der 60er Jahre praktisch eine amtliche Fürsorgeinstitution: Die AWO zahlte die Miete für das Lokal aus Zuschüssen des Arbeitsministerium und alle Dokumente des Vereins wurden vom Chef der AWO gegengezeichnet, von Autonomie und Eigenorganisation konnte also kaum die Rede sein. Es soll allerdings auch nicht verschwiegen werden, daß gegen Ende der 60er Jahre immer öfter Aktivitäten von den Mitgliedern einfach an der AWO vorbei organisiert wurden.

Vergleicht man die Befunde des Bamberger Forschungsprojekts von Yalçïn-Heckmann u.a., fallen die Unterschiede sofort ins Auge. Während in Bamberg der 1974 gegründete türkische Arbeitnehmerverein für einige Jahre praktisch alle Mitglieder der dortigen reinen Arbeiterkolonie zu einer Gemeinschaft zusammenbringen konnte und die erst später entsandten Lehrer und imams die ersten Intellektuellen dort überhaupt darstellten, existierten in Hannover schon organisierte studentische Zusammenhänge, noch bevor die ersten Kontraktarbeiter eintrafen. Bei der Gründung des Arbeiternehmervereins standen somit Intellektuelle als Geburtshelfer zur Verfügung, die teilweise schon fast ein Jahrzehnt Erfahrung vor Ort gesammelt hatten. Und wärend in Bamberg erst mit der Etablierung der zweiten Generation eine Herausdifferenzierung einer Mittelschicht begann, ergriffen in Hannover die ehemaligen Bildungsmigranten schon viel früher die Chance, sich mit Dolmetscher- und Reisebüro oder Ex- und Importläden selbständig zu machen. Eine Phase weitgehender sozialer Einheit hingegen, die auch Ausdruck in organisatorischen Formen gefunden hätte, scheint es in Hannover nicht gegeben zu haben.

Ich möchte Sie nun nicht mit der Nacherzählung der gesamten weiteren Vereinsgeschichte in Hannover langweilen, sondern mich dem dritten und letzten Teil zuwenden, in dem ich aus den Ergebnissen der zweiten Erhebungsphase, unseren Tiefeninterviews, berichten möchte.


Dritter Abschnitt

Unser erster Gesprächspartner, Herr A., ist ein 50jähriger, gestandener Freiberufler mit akademischer Ausbildung und langjähriger Fachqualifikation. Er migrierte – nach Abschluß seines Universitätsstudiums in Istanbul – Mitte der 70er Jahre nach Deutschland und nahm eine Stelle in einer öffentlichen Institution in einer norddeutschen Kleinstadt an. Auf diesem Wege wollte Herr A. seine Fachausbildung rasch abschließen, um damit seine beruflichen Chancen in der Türkei zu verbessern, wo eine Ausbildung in Deutschland hohes Ansehen genießt. Herr A. entspricht somit wohl kaum dem Klischeebild vom unbedarften anatolischen Dörfler, der in der BRD einen Zivilisationsrückstand aufzuholen habe. Einziger Berührungspunkt zwischen Herrn A. und der Generation der Kontraktarbeiter war die klare Befristung des vom ihm geplanten Aufenthalts in der BRD: auch er wollte, wie all die anderen, nach Erreichen eines klar terminierten Ziels in die Türkei zurückgekehren. Tatsächlich aber ist er nunmehr 20 Jahre geblieben, hat eine Einheimische geheiratet, zwei Kinder bekommen, ein Haus gekauft und sich vor einigen Jahren schließlich selbständig gemacht.

Wenn man so will, repräsentiert Herr A. einen Idealtyp von gelungener Integration in diese Gesellschaft: im Berufsleben ist er eine von Kollegen wie Kunden respektierte Autorität, wobei die meisten seiner Kunden Einheimische sind. Seine Aufgeschlossenheit gegenüber der hiesigen Mehrheitsgesellschaft demonstrierte Herr A. von Anfang an, indem er zum einen zielstrebig in entsprechenden Kursen Deutsch lernte, zum anderen Anschluß bei einheimischen Kollegen suchte und nicht zuletzt eine dieser einheimischen Kolleginnen auch heiratete. Im letzten Jahr schließlich hat sich Herr A. einbürgern lassen.

Bei Frau B. hingegen, unserer zweiten Gesprächspartnerin, liegen die Dinge erheblich anders. In gewisser Weise – und ich hoffe, Sie verzeihen mir, wenn ich das um der Pointierung willen etwas zynisch vorwegnehme – ist Frau B. der Alptraum eines jeden konservativen Sozialpolitikers. Aber der Reihe nach: Frau B. gehört zur Pionier-Generation der Kontraktarbeiterinnen der 60er Jahre. Sie ließ sich als frühverwitwete und sehr selbständige Frau Mitte Dreißig bereits 1963 von einer Textilfabrik im Ruhrgebiet anwerben. Frau B. betont, daß nicht ökonomische Aspirationen sie zur Migration trieben – im Gegenteil: Sie habe dafür in Izmir eine florierende selbständige Existenz aufgegeben. Es war Neugier und Lust auf Veränderung, die sie motivierte. Um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: »Iste bir merak.« „Nun, es gab ein Interesse.“ Heute ist sie fast 70 Jahre alt, Rentnerin und von schwerer Krankheit gezeichnet, d.h. vor allem in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Durch einen schicksalhaften Unfall verlor sie bereits in den 60er Jahren einen großen Teil ihres Arbeitsvermögens. Der Kampf um die Anerkennung als Frührentnerin dauerte über ein Jahrzehnt. Als alleinstehende Frau ohne Familienangehörige in der BRD, die sie hätten unterstützen können, mußte sie sich in dieser Zeit mit Gelegenheitsjobs durchschlagen. Kurzfristig versuchte sie sich auch wieder als Selbständige in ihrem angestammten handwerklichen Gewerbe, mußte aber bald wegen ihrer Krankheit aufgeben.

Da ihre Rente sehr niedrig ausfiel, ist sie seit Anfang der 80er Jahre auf Unterstützung vom Sozialamt angewiesen. Dieser Umstand hindert sie auch an der Erfüllung ihres dringlichsten Wunsches: nämlich in eine Wohnung mit separater Küche umzuziehen. Frau B. hat kaum mehr Deutsch gelernt, als für den Einkauf im Supermarkt notwendig war. Das Thema der Einbürgerung hat sich für sie nie ernstlich gestellt, da wegen ihrer Sozialhilfeabhängigkeit ein Antrag von vornherein keine Chancen auf Anerkennung gehabt hätte.

Die beiden von mir soeben geschilderten „Fälle“ – vielleicht sollte man besser sagen: „Lebenslaufbahnen“ – könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der einen Seite der beruflich etablierte, promovierte Selbständige, der hier in der BRD eine „gemischte Familie“ (der Ausdruck stammt von Herrn A. selbst) gegründet hat, sich einbürgern ließ und Grundbesitz erworben hat, und auf der anderen Seite eine praktisch mittellose Rentnerin, die in der Migration – wie sie es selbst ausdrückt – „alles verloren hat“: ihre Gesundheit, ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit, ihre Sozialkontakte. Der eine zählt auf Seiten der Einheimischen auch schon mal einen Oberbürgermeister einer bundesdeutschen Großstadt zu seinen Gesprächspartnern, die andere freut sich, wenn wenigsten ihre einheimische Flurnachbarin gelegentlich zu ihr Fernsehgucken kommt, da sie selbst kein Fernseher besitzt. Natürlich ist dieser scharfe Gegensatz kein Zufall, sondern wir haben unsere Gesprächspartnerinnen und -partner gezielt nach solchen Gesichtspunkten ausgewählt, da wir nach der Methode des sog. „maximalen Fallkontrastes“ vorgehen.

Die Tatsache, daß es ausgerechnet Frau B. ist, die auf die Frage, ob sie sich hier in Hannover heimisch fühle, umstandslos mit „ja“ antwortete, während Herr A. zögerlich meinte „ja, halb, fast, halb, nicht ganz“, muß auf den ersten Blick verblüffen. Herr A. bekannte, daß er lieber heute als morgen nach Istanbul zurückgekehren würde – wenn bloß seine Familie mitziehen wollte. Und während Frau B. es sich ohne weiteres vorstellen konnte, hier in Hannover begraben zu werden, stand für Herrn A. außer Frage, daß sein Grab sich in „seiner Heimat“ befinden solle. Es ist an dieser Stelle ein interessanter Nebenaspekt, daß Herr A. sich hier nicht auf seinen Geburtsort, eine größere Stadt an der Schwarzmeerküste, bezieht, wo auch heute noch die allermeisten seiner Verwandten leben, sondern global von seiner „Heimat“ spricht. Wir sind aufgrund unserer Analysen des Interviewtextes zu der Überzeugung gekommen, daß „Heimat“ für Herrn A. eine enge Beziehung zu „Jugend“ hat und daß diese wiederum in seiner Erinnerung verbunden ist mit seiner als sehr positiv erlebten Studienzeit in Istanbul. „Heimat“ scheint für ihn – damit möchte ich diesen Seitenstrang der Argumentation schließen – weniger ein fester Ort, als ein Raum glücklich gelebter Selbstentfaltung zu sein.

Ich möchte diese biografischen Miniaturen – so faszinierend sie aus sich heraus, als Solitäre, schon sind – nicht weiter vertiefen, sondern sie sogleich wieder einbetten in die Hauptfragerichtung des Projekts: Was bedeutet im Kontext dieser Migrationsbiografien die Herausbildung einer in vielfältiger Weise institutionalisierter Migranten-community, wie ich sie im zweiten Abschnitt meines Vortrages skizziert habe? Für Herrn A., der außer einer eher passiven Mitgliedschaft in einem auf die Pflege des Kemalismus gerichteten Kulturverein zwei aktive Vereinsmitgliedschaften pflegt, ist diese community zweifellos höchst bedeutsam. In dem einen Verein hat er sogar in der Zeit nach dem Interview den Posten des ersten Vorsitzenden übernommen. Herr A. besucht gelegentlich die türkischen Innenstadtcafs und wenn er es schafft, ist er auch schon mal bei einem Match der lokalen türkischen Fußballvereine als Zuschauer zugegen. Auch bei den sehr feierlichen Empfängen des türkischen Generalkonsuls anläßlich des Jahrestages der Ausrufung der Republik ist er regelmäßig geladener Gast. Für Frau B. kommen aus naheliegenden Gründen diese Formen der community-Bezüge nicht infrage, als muslimische Frau wäre sie beispielsweise in einem türkischen Kaffeehaus unter lauter kartenspielenden Männer völlig fehl am Platze. Geschlechtsrollenspezifisch läge es schon eher nahe, daß sie vielleicht während des islamischen Fastenmonats Ramazan eine der sieben Moscheen der Stadt aufsuchte. Denn zwar ist auch die Moschee als gemeindeöffentlicher Ort wesentlich ein Raum für Männer, doch wird diese Männerzentriertheit während des Ramazan durch das allabendlich begangene Fastenbrechen, iftar, aufgelockert. Als wir Frau B. danach fragten, waren wir überrascht von der Vehemenz, mit welcher sie jeglichen Kontakt mit einer der hiesigen Moscheen von sich wies. Glaube ist für Frau B., die nach eigenem Bekunden von ihren Eltern gelernt hat, den Koran vollständig im arabischen Original zu lesen, eine Privatangelegenheit. Die Gebete könne man auch zuhaus' verrichten, wozu dann Moscheen? Im übrigen sei es Aufgabe der Familie, die Kinder religiös zu unterweisen und zu fördern, auch hierfür seien Moscheen überflüssig. Sie jedenfalls habe nicht das geringste Bedürfnis, die Menschen kennenzulernen, die die hiesigen Moscheen betrieben.

Auch hierin konstrastiert Herr A., der gut mit dem Vorsitzenden des lokalen DITIB- Moschee-Vereins in Hannover befreundet ist. Allerdings beschränken sich seine Moscheebesuche auf die beiden höchsten Feiertage im islamischen Kalender: Kurban Bayramï und Seker Bayramï. In dieser Hinsicht ist Herrn A.s gemeinde-öffentlich vollzogene Glaubenspraxis ungefähr vergleichbar mit der eines Katholiken, der die Heilige Messe nur zu Weihnachten und Ostern aufsucht. Er bezeichnet sich denn auch selbst als einen nicht sonderlich gläubigen Menschen. Anders als Frau B. jedoch hält Herr A. das, was Kinder türkischstämmiger Migranten hier in den bundesdeutschen Schulen über den Islam, die Religion ihrer Eltern, lernen können, für ungenügend. Hierzu muß man anmerken, daß in Niedersachsen nur die Schülerinnen und Schüler, die am muttersprachlichen Zusatzunterricht teilnehmen, in diesem Rahmen auch etwas Religionskunde erhalten. Herr A. hält daher Korankurse – sofern sie in der offiziellen Moschee erteilt werden – für durchaus angebracht.

Vielleicht kann man diese Differenz so interpretieren, daß der Glaube bei Frau B. auf eine innere Gewißheit gründet und das Fundament ihrer Verortung in der Welt abgibt. Der Glaube setzt sie vor allem zu sich selbst und vielleicht noch zu ihrer Familie in Beziehung. Für Herrn A. hingegen scheint der Islam mehr ein Teil türkisch-nationaler Kultur zu sein. Die Frage nach der Religion berührt ihn persönlich weniger, doch möchte er diese Ressource in einem kollektiven Kontext nicht vernachlässigt sehen. Es ist überhaupt auffällig, daß Herr A. insgesamt mehr in Kategorien des „wir“ argumentierte, während Frau B. sich fast ausschließlich „ich“-bezogen äußerte.

Wenn ich mich noch einmal auf unsere Ausgangsfrage zurückbeziehe, was die Etablierung einer oder vieler organisierter communities für die Lebensbewältigung von Frau B. bedeutet, so scheint es nicht viel zu sein. Dies wäre aber nur ein unvollständiges Bild, denn auch Frau B. liest fast ausschließlich Zeitschriften und Bücher aus der Türkei, in ihrem Fernseher läuft – wenn nicht gerade die Nachbarin zu Besuch ist – das türkische Programm TRT-International. Außerdem besucht sie – soweit ihre Erkrankung es zuläßt – die Gesprächskreise für türkische Migrantinnen, die eine sehr aktive Mitarbeiterin der AWO in jahrzehntelanger Arbeit aufgebaut hat.

Ich hoffe, es ist mir gelungen aufzuzeigen, wie vielschichtig und auch widersprüchlich die Formen der sozialer Bezugnahme im Migrationskontext sind. Mit bipolaren Mustern im Sinne von Integration oder Konflikt scheint diesen nicht beizukommen zu sein. Der etablierte, rechtlich, statusmäßig und sozial vollständig in diese Gesellschaft eingebundene Herr A. wird sich in Hannover nie wirklich heimisch fühlen, da Heimat für ihn – ich spitze es zu – ein Spaziergang durch das nächtliche Istanbul mit seinen überfüllten Restaurants ist. Trotzdem ist seine Lieblingssendung im Fernsehen „Monitor“. Seine Tageszeitung hingegen ist die „Milliyet“, daneben liest er ein deutsches Nachrichtenmagazin. Frau B., die allein schon wegen ihrer geringen aktiven Beherrschung der deutschen Sprache, mehr noch aber wegen ihrer bedrückenden sozialen Lage ganz am Rande dieser Gesellschaft steht, wünscht sich nichts anderes, als ihren Lebensabend in Würde hier zu erleben. Sie möchte auch als Rentnerin so selbständig bleiben, wie sie es ihr ganzes Leben über gewesen ist. Dieses Ziel kann sie offenbar besser in der BRD realisieren als in der Türkei.

Der Wunsch, als Frau autonom zu leben, ist offenbar ein zentrales Motiv in Frau B.s Lebensentwurf. Schon ihre Entscheidung zur Migration hatte damit zu tun, denn ihre Situation als ökonomisch selbständige, alleinstehende Witwe war auch in einer Millionenstadt wie Izmir in den 50er und 60er Jahren nicht einfach gewesen.

Ich komme zum Schluß zurück auf den Ausgangspunkt des Projekts, nämlich Fijalkowkis Thesen zur Bildung ethnischer Kolonien. Fijalkowskis düstere Prognose von einem Rückzug auf die selbstgeschaffenen Hilfestrukturen der Kolonie als irreversiblem Schritt in die „Falle einer Ghettoexistenz“, aus welcher dann als letzter Ausweg nur noch ethnischer oder religiöser Protest übrigbliebe, denke ich, hat sich als viel zu grobschlächtig erwiesen, um der Vielschichtigkeit der real gelebten Gemengelage gerecht zu werden.

Auch Elwerts optimistischere Gegen-These von der „Binnenintegration“ in ethnische Gemeindestrukturen „als erstem Schritt zur gesamtgesellschaftlichen Integration“ verbleibt in dieser bipolaren starren Logik von Integration oder Konflikt. Sinnvoller scheint mir eine Orientierung an fließenderen Konzepten, wie zum Beispiel der Begriff der „Identitätspolitik“, wie ihn Stuart Hall benutzt, um eine umfassendere Perspektive einzuholen. Wie weit das trägt, wird sich im Fortgang der Einzelfallanalysen noch erweisen müssen.

Eins jedoch scheint mir sicher: eine Diskussion um ethnische Kolonien, Identität und sog. gesellschaftliche Integration, die die Ebene dieser widersprüchlichen individuellen Lebensentwürfe, Handlungsmuster und Identitätsstrategien vernachlässigt, muß notwendig in sterilem Schematismus enden. Dies soll die Bedeutungen von Untersuchungen über strukturelle Benachteiligung nicht schmälern, ich plädiere jedoch für eine Erweiterung der Perspektiven.


Letzte Aktualisierung (Text ungeändert): 2003-10-16
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